Abenteuer Vail

19.4.2008 - San Francisco, Tag drei: Welcome to Alcatraz!

Hallo zusammen,

heute morgen sind wir früh aufgebrochen. Um kurz vor acht Uhr haben wir das Hotel verlassen, um zum Ferry Building am Hafen zu laufen, an dem Samstags immer ein Wochenmarkt stattfindet. Dieser gilt etwas als Geheimtipp, vor allem am Morgen.

Nach einem Besuch auf diesem Markt sind wir um 9.00 Uhr auf die Fähre nach Alcatraz (oder auch The Rock) gestiegen. Alcatraz liegt knapp zwei Kilometer vor der Küste von San Francisco und war lange Zeit Militärbasis der US-Marine. Erst danach ist es zu dem berühmten Gefängnis geworden, in dem wirklich nur die schwersten Jungs waren. Das Motto war: "If you break the rules, you go to prison. If you break the prison rules, you go to Alcatraz!" Dieser Aufenthalt hat für uns begonnen mit einer Audio-Tour durch den berühmten Zellenblock. Dort wurde an verschiedenen Orten über Ausbrüche, Gefangenen und Geschichte gesprochen. Obwohl etwas beängstigend, war Alcatraz enorm spannend, beeindruckend und atemberaubend! Das Gefängnis Alcatraz gibt es seit 1963 schon nicht mehr, da es im Unterhalt zu teuer wurde. Nach der Räumung wurde die Insel von Indianern besetzt, die dort ein Zentrum für sich bauen wollten. Auch davon findet man noch Spuren. So gibt es zum Beispiel am Dock, dem einzigen Eingang zur Insel eine Tafel aus der Gefängniszeit. Rund um diese Tafel ist folgendes gesprayt worden: Welcome to all Indians! Nach einer 19-monatigen Besetzung der Insel ist dies nun auch Geschichte. Und nun ist die Insel nur noch Ausflugsziel, allerdings das größte in San Francisco mit einer Million Besuchern jährlich!

Den Nachmittag haben wir mit dem Stadtrundfahrtbus verbracht, der uns nochmal über die Golden Gate Brücke gefahren hat. Danach waren wir noch etwas am Wasser und im alten Fischereigebiet, Fishermans Wharf, spazieren.

Das San Francisco eine wunderschöne Stadt ist, war uns nach dem ersten Nachmittag hier klar. Heute ist uns auch noch bewusst geworden, warum das so ist. Egal, wohin man kommt, um welche Ecke man biegt, man erlebt immer etwas anderes. Die Stadt hat soviele Gesichter, dass man meint, man wäre in fünf verschiendenen Städten. Neben dem Trubel am Union Square gibt es die Berge im "Nacken" der Stadt, die verwunschenen Hügel mit ihren kleinen Häusern, den Ozean und die vielen kleinen Parks in der Stadt. Worauf man Lust hat, man findet es hier!

Eine kleine Geschichte noch am Rande, die zwar schon ein paar Tage her ist, aber den Weg noch nicht in den Blog gefunden hat. Man reist um die halbe Welt, befindet sich im Nationalpark Arches auf einer Wanderung und sieht folgendes: Ein Mann Ende sechzig, eine kurze Hose, Kniestrümpfe und einen etwas zu großen Bauch. Nennen wir ihn Heinz! Und dann hört man, wenn man an ihm vorbei läuft, noch diese schöne vertraute Stimme, die einem sagt: "Stell disch ma do hin, des gibt noch a schee Foddo!" Mittlerweile fangen wir manchmal an, sobald jemand um uns herum deutsch spricht, miteinander englich zu sprechen, um nicht so aufzufallen!

Das war es für heute und aus San Francisco, morgen früh werden wir noch einen Ausflug nach Sausalito machen, das auf der anderen Seite der Bucht liegt, bevor wir die Küste entlang Richtung Süden bis Monterey fahren, unserem nächsten Stopp!

Für heute erstmal liebe Grüße,

Andreas und Pia!

20.4.08 06:20

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